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Häusliche Pflege

Gut versorgt im eigenen Zuhause – Möglichkeiten, Leistungen und Finanzierung

Rund vier von fünf pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt – von Angehörigen, von Pflegediensten oder mit einer Betreuungskraft, die im Haushalt lebt. Hier erfahren Sie, welche Formen es gibt, was die Pflegekasse zahlt und wie sich die Pflege zu Hause organisieren lässt.

Aktualisiert am · vom Beratungsteam pflegekraft.click
Beträge der Pflegekasse: Stand 1.1.2025.

Kurz gesagt

  • Häusliche Pflege ist jede Pflege und Betreuung in der eigenen Wohnung statt im Heim – durch Angehörige, einen Pflegedienst, eine Betreuungskraft oder eine Kombination.
  • Pflegekasse: Ab Pflegegrad 2 gibt es Pflegegeld (347 € bis 990 € im Monat) oder Pflegesachleistungen, dazu Entlastungsbetrag, Hilfsmittel und bis zu 4.180 € für den Umbau.
  • 24-Stunden-Pflege ist die Lösung, wenn rund um die Uhr jemand da sein muss – meist günstiger als ein Pflegeheim.

Welche Formen der häuslichen Pflege gibt es?

  • Pflege durch Angehörige: häufigste Form; die Pflegekasse zahlt Pflegegeld und unterstützt mit Pflegekursen und Auszeiten
  • Ambulanter Pflegedienst: kommt zu festen Zeiten für Grund- und Behandlungspflege; Abrechnung als Pflegesachleistung bzw. über die Krankenkasse
  • 24-Stunden-Betreuung: eine Betreuungskraft lebt im Haushalt und ist im Alltag durchgehend da
  • Tages- und Nachtpflege: stundenweise in einer Einrichtung, abends bzw. morgens wieder zu Hause
  • Kombinationen: z. B. Betreuungskraft für den Alltag plus Pflegedienst für medizinische Aufgaben

Häusliche Krankenpflege – was die Krankenkasse übernimmt

Ärztlich verordnete Behandlungspflege – etwa Wundversorgung, Injektionen oder das Richten von Medikamenten – zahlt die Krankenkasse nach § 37 SGB V. Sie wird von einem ambulanten Pflegedienst erbracht und läuft unabhängig vom Pflegegrad.

Betreuungskräfte in der 24-Stunden-Betreuung übernehmen diese Aufgaben nicht. Beides lässt sich aber gut verbinden: Der Pflegedienst kommt kurz für das Medizinische, die Betreuungskraft sorgt den Rest des Tages für Alltag, Haushalt und Gesellschaft.

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Vor- und Nachteile der Pflege zu Hause

Zu Hause (mit 24-Stunden-Betreuung)Pflegeheim
Umfeldvertraute Wohnung, Nachbarn, ErinnerungenUmzug in ein neues, fremdes Umfeld
Tagesablaufnach eigenen Gewohnheitennach den Abläufen der Einrichtung
Zuwendungeine feste BezugspersonPersonal für viele Bewohner
Medizinische Pflegeüber einen ambulanten Pflegedienstim Haus vorhanden
Voraussetzungeneigenes Zimmer für die Betreuungskraftfreier Heimplatz

Zu Hause ist nicht immer die richtige Wahl – etwa bei sehr hohem medizinischem Pflegebedarf rund um die Uhr. Ehrlich darüber zu sprechen gehört für uns zur Beratung.

Leistungen der Pflegekasse bei häuslicher Pflege

  • Pflegegeld (wenn Angehörige oder eine selbst organisierte Hilfe pflegen): Pflegegrad 2: 347 €, 3: 599 €, 4: 800 €, 5: 990 € im Monat
  • Pflegesachleistung für einen Pflegedienst – auch anteilig mit Pflegegeld kombinierbar (Kombinationsleistung)
  • Entlastungsbetrag: 131 € im Monat ab Pflegegrad 1
  • Verhinderungs- und Kurzzeitpflege: gemeinsames Jahresbudget von 3.539 € ab Pflegegrad 2
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (z. B. Handschuhe, Bettschutz): bis 42 € im Monat
  • Wohnumfeldverbesserung: bis 4.180 € je Maßnahme, z. B. für ein barrierefreies Bad oder einen Treppenlift – vorher bei der Pflegekasse beantragen

Wie sich diese Leistungen mit einer 24-Stunden-Pflege kombinieren lassen, rechnet der Kostenvergleich auf jeder Ortsseite vor.
Beträge der Pflegekasse: Stand 1.1.2025.

So organisieren Sie die Pflege zu Hause

  • Pflegegrad beantragen, falls noch nicht geschehen – formlos bei der Pflegekasse
  • Kostenlose Pflegeberatung nutzen, etwa im Pflegestützpunkt Ihres Landkreises
  • Wohnung prüfen: Stolperfallen, Bad, Zimmer für eine Betreuungskraft
  • Unterstützung kombinieren: Pflegedienst, Betreuungskraft, Angehörige
  • Entlastung einplanen, damit pflegende Angehörige nicht ausbrennen

Häufige Fragen

Wer darf häusliche Pflege leisten?

Angehörige, Freunde, Nachbarn, Betreuungskräfte und ambulante Pflegedienste. Medizinische Behandlungspflege ist Pflegefachkräften vorbehalten, sie kommt über einen ambulanten Pflegedienst.

Sind pflegende Angehörige versichert?

Wer eine Person ab Pflegegrad 2 mindestens zehn Stunden pro Woche an mindestens zwei Tagen pflegt, ist gesetzlich unfallversichert; unter weiteren Voraussetzungen zahlt die Pflegekasse auch Rentenbeiträge. Details klärt die Pflegekasse.

Was passiert, wenn die pflegende Person ausfällt?

Dann hilft die Verhinderungspflege – aus dem gemeinsamen Jahresbudget von 3.539 €. Auch eine 24-Stunden-Betreuung kann kurzfristig einspringen.

Wo bekomme ich unabhängige Beratung?

Bei den Pflegestützpunkten und der Pflegeberatung der Pflegekasse – kostenlos. Auf jeder unserer Ortsseiten finden Sie den Pflegestützpunkt in Ihrem Landkreis.

24-Stunden-Pflege in Ihrer Region: Baden-Württemberg · Bayern · Berlin · Brandenburg · Bremen · Hamburg · Hessen · Mecklenburg-Vorpommern · Niedersachsen · Nordrhein-Westfalen · Rheinland-Pfalz · Saarland · Sachsen · Sachsen-Anhalt · Schleswig-Holstein · Thüringen

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Sie müssen das nicht allein schaffen. 6 kurze Fragen, etwa eine Minute – danach melden wir uns innerhalb eines Werktags persönlich bei Ihnen.

Wer benötigt eine Betreuung?
Liegt ein Pflegegrad vor?

Wie hoch ist Ihr maximales Budget je Monat dafür?

2.600 € (Grundkenntnisse Deutsch)

Was wird vor allem benötigt? (mehrere möglich)
Wo soll die Betreuung stattfinden?

Ab wann wird die Betreuung benötigt?

Wie wohnt die zu betreuende Person?

Steht ein eigenes Zimmer für die Pflegekraft zur Verfügung?

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